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Bandonionverein Carlsfeld e.V. Jahresbericht 2015

„Gute Bilanz und anspruchsvolle Vorhaben“ - das war der Tenor des Jahresberichtes unseres Vereins in der Mitgliederversammlung des Jahres 2015.
Dahinter stehen zwölf Auftritte des großen Bandonionorchesters, die bereits überwiegend im regionalen Kulturprogramm fest etabliert sind, wie unser Maikonzert und die Auftritte während des Bandonionfestivals in Carlsfeld, im Frühjahr im Stollberger „ Bürgerhaus“ – für Kenner schon eine besondere Adresse- , ebenso in der Adventszeit in der Chemnitzer Stadthalle und natürlich in der Schneeberger „Goldenen Sonne“. Der Herbst findet uns stets in Zwota am Walfischteich und zum Harmonikatreffen, so wie wir auch das Weinfest in Gelenau mit unserer musikalischen Vielfalt bereichern. Besonders freuten wir uns über die Einladungen zu einem Konzert in der Kirche Klaffenbach wie auch zur kulturellen Umrahmung des Balls „Sportler des Jahres“ im Januar 2015 in der Wernesgrüner Brauerei.
Seit 2015 eröffnet die BVC-Kindergruppe „Las vidas de bandonéon“ regelmäßig alle wesentlichen Konzerte unseres Vereins mit einem eigenen Kurzprogramm und erhält dafür viel Anerkennung. Es ist uns auch in diesem Jahr gelungen, den Bandonion-Nachwuchs mit 8 Kindern kontinuierlich weiter auszubilden; dem Kinderorchester gehören derzeit sechs junge Bandonion-Spieler und vier Akkordeonisten an.
Diese Erfolge in der Nachwuchsarbeit sind auch dem Ideenreichtum der Ausbilder und Organisatoren Robert und Therese Wallschläger, Anne Heinz und Christoph Grunert sowie Rico Schneider zu verdanken. Zu einem Höhepunkt und unvergesslichen Erlebnis wurde das Probenlager in der Jugendherberge am Aschberg. Damit verbunden war der sehr erfolgreiche, selbständige Auftritt des Kinderorchesters in Klingenthal im Rahmen des Festivals „Harmonika live“. Aber auch die Auftritte bei lokalen Veranstaltungen in Carlsfeld, z.T. gemeinsam mit den Kindern des Kindergartens, finden bereits Anklang und werden zunehmend zu einem festen Bestandteil der kulturellen Szene. Dank gilt hier auch den Eltern, die ihre Kinder bei jedem Auftritt aktiv unterstützen.

Einen neuen Akzent in unserer musikalischen Entwicklung und Außenwirkung erreichte der diesjährige Workshop mit Karin Eckstein, an dem erstmalig auch Bandoneonisten aus anderen Orchestern (Dresden/ Hamburg) teilnahmen und aus dem sich der Wunsch der Spieler nach umfangreicheren Weiterbildungsveranstaltungen unter unserer Führung ergab.
Der dritte Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit – die Entwicklung zu einem Zentrum für alle Freunde der Bandonion- und Konzertina –Kultur - kam auch in diesem Jahr voran. Bewährt hat sich die enge Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem Handwerksmeister unter konsequenter Beachtung der lokalen Erfordernisse und Möglichkeiten. So führt die Fa. Robert Wallschläger Werkstattführungen und Fachvorträge durch, die das Tourismus-Angebot beleben. Im Rahmen der „Aktion Mensch“ baute er mit seinen Besuchern Zungenpfeifen, was am Ende zu einem fröhlichen Konzert führte. Auch sein Angebot für die Aktion der Schule „Genial – sozial“ sowie für Projektwochen wurde erfolgreich angenommen und führte letztlich zu Kooperationsvereinbarungen zwischen der Schule Eibenstock und dem BVC sowie mit der Fa. Robert Wallschläger. Zwischenzeitlich hat eine Gruppe interessierter Jugendlicher an der Oberschule Eibenstock unter Leitung von Herrn Schramm das Notenmaterial des aktuellen Repertoires unseres Orchesters digitalisiert und damit einen wichtigen Beitrag zu Austausch und Kontaktpflege zwischen Orchestern und Solisten auf nationaler und internationaler Ebene geleistet. Diese Arbeit wird sich weiterhin auf die Aufarbeitung historischen Materials, die Erfassung aktueller aktiver Spielergruppen und Solisten weltweit und auf die Mitarbeit am Projekt Bandonion-Welt (2016 -2018, Entwicklung einer APP zum Bandonionspiel und eines Gläsernen Bandonions) erstrecken.
Die musikalischen Aktivitäten in Carlsfeld finden auch zunehmend Interesse bei unseren tschechischen Nachbarn sowie auch bei Tango-orientierten Musikgruppen und Tanzschulen.
Diese Entwicklung erfreut uns, erfordert aber auch die noch engere Zusammenarbeit und Abstimmung durch alle lokalen Kräfte.

Sehr gefreut haben wir uns über die Möglichkeit, beim Landratsamt Erzgebirgskreis für unser Projekt „Bandonion-Welt“ einen Förderantrag zu stellen.
Weiterhin hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Vorbereitung des Antrags zur Aufnahme der „Bandonionkultur“ in die Liste des immateriellen Kulturerbes beschäftigt. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten. Dank möchten wir hier jedoch jetzt schon allen sagen, die uns bei diesem Vorhaben unterstützten und uns Mut gemacht haben.

Wichtig war für uns in diesem Jahr auch das wieder gute Medieninteresse, stellvertretend genannt seien hier nur Besuch und Sendung von Uwe Steimle vom MDR bei Robert und unseren Spielerkindern sowie ein erneuter Bericht in der Super-Illu.
Mit Stolz und Hoffnung erfüllte uns auch das rege Interesse von regionalen Firmen und Institutionen, deren Repräsentanten unser Maikonzert 2015 besuchten, unserer Arbeit Anerkennung aussprachen und uns Unterstützung zusagten.

Der Verein hat 2015 eine Gruppe im sozialen Netzwerk Whats APP „Bandonionprobe“ eingerichtet, die den Kontakt unter einander und die Vereinsorganisation wesentlich erleichtert.

Ein besonderer Dank gilt unseren 15 aktiven Musikern aus zehn verschiedenen Orten.
Vor allem sie legen mit Herzblut, Können und viel Liebe zu ihrem Instrument die Grundlage für die erfolgreiche Wiederbelebung der Bandonionkultur in Carlsfeld.

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